Gebäude / Flächen

Das ehemalige Gemeindezentrum ST. AGNES ist um einen rechteckigen, bepflanzten Innenhof angeordnet, der von der Straße aus durch einen überdachten Zugang erschlossen wird. Den Hof umgeben verschieden hohe Gebäudekuben: ehemalige Kirche mit Kapelle und Turm (830 m²), das südlich gegenüberliegende zweistöckige ehemalige Gemeindehaus mit Veranstaltungssaal und Gemeinderäumen (606 m²), dazwischen gespannt ein ehemaliges Pfarrhaus mit Gemeindebüros und Wohnungen für Pfarrer, Kaplan und Küster (544 m²) sowie als Anhang an den ehemaligen Gemeindesaal ein Kindergarten (422 m²). Auf dem Grundstück befinden sich zudem Außen- und Gartenflächen (1794 m²), eine Garage und ein Parkplatz (638 m²).

Die Grundstücksfläche beträgt insgesamt 5.090 m², die Bruttogeschossfläche des Ensembles umfasst 3.562 m² (inkl. UG). Der überdimensionale Kirchenbau überragt die niedrigen verschachtelten Bauglieder. Die Belichtung des fensterlosen Baus erfolgt über Lichtbänder in den Decken und zwei hohe Fensterschlitze in den Seitenwänden. Geprägt wird der Innenraum von Zementspritzputz und Mauersteinen aus Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wohnbauten. Der Glockenturm ist Eck-an-Eck an den Baukörper angefügt. Kirche und Gemeindesaal sind als Betonskelette aufgebaut und mit Hohlblocksteinen ausgefacht. Alle anderen Gebäudeteile sind Mauerwerksbauten. Ein grober, hellgrauer Zementspritzputz auf der kompletten Aussenfassade vereinheitlicht die verschiedenen Teile des Ensembles. Architekt Werner Düttmann beschränkte sich - ganz im Sinne des Brutalismus - auf einfache Formen und Materialien, verzichtete auf Ornamente und beließ zudem jedes Material in seiner Materialfarbe.

"Das Gemeindezentrum St. Agnes ist als eine der bedeutendsten kirchlichen Anlagen der 1960er-Jahre in Deutschland erkannt worden. Es ist eine idealtypische Verkörperung des in den 1960er-Jahren in den beiden großen Kirchen entwickelten modernen Bautyps Gemeindezentrum. [...] Düttmanns Bescheidenheit traf auf eine neue Bescheidenheit der Kirche." (Auszug aus dem Merkmalsbogen der Denkmalschutzbehörde)